Linienverkehr Winzenhoeler

Brennstoffzellenbus im Werkverkehr des Industriepark Höchst

Die Entwicklung erneuerbarer Energien und effizienter Antriebstechnologien ist mit die wichtigste Herausforderung für die Zukunft. Hier bietet die Brennstoffzellentechnologie eine Chance, die umwelt- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erfüllen. Bisherige alternative Antriebssystems laufen ausschließlich in Feldversuchen. Diese Feldversuche sind stellenweise großflächig angelegt, um entsprechende Erfahrungen mit diesen Antrieben zu sammeln (siehe CHIC Projekt).

Hierbei werden in Langzeitstudien insbesondere die einzelnen Komponenten (Antrieb, Batterie u.ä.) beobachtet, um daraus die Verfügbarkeit der Fahrzeuge abzuleiten. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die verwendete Infrastruktur (Tankstelle) eine Verfügbarkeit von > 95% aufweist. Die derzeitigen Verfügbarkeitsquoten bei wasserstoffbetriebenen Omnibussen liegt bei ca. 80 %. Diese Quote gilt es durch geeignete Maßnahmen zu steigern.

Hierfür bietet sich die Erforschung der nicht technischen Einflussfaktoren auf die Verfügbarkeit von BZ-Omnibussen inklusive der Validierung im Linienbetrieb an. Der Industriepark Höchst bietet hierfür ideale Rahmenbedingungen. Neben der vorhandenen Infrastruktur wie Tankstelle oder Werkstatt, ist das Verkehrsgebiet eines einzusetzenden BZ-Omnibusses im Werkbusbetrieb durch die räumliche Begrenzung (Werksgelände) übersichtlich und räumlich klar abgegrenzt.


»Vom Windrad aufs Busrad»

Christian Winzenhöler spricht auf dem 14. Brennstoffzellenforum Hessen über das Projekt Brennstoffzellenbus. Hier können Sie den Beitrag nochmal anschauen.


An den nicht-technischen Schnittstellen und Prozessen bei bisher eingesetzten BZ-Omnibussen gehen derzeit Verfügbarkeitszeiten verloren. Sei es aufgrund von mangelndem technischem Verständnis
des Fahrpersonals oder der Verfügbarkeit von Ersatzteilen bzw. deren Lagerhaltung. Somit liegen Potentiale brach, die sich steigern lassen.

Das Forschungs-Projekt soll aufzeigen, dass durch geeignete Maßnahmen diese Potentiale zu heben sind. Experten gehen davon aus, dass dieses Potential auf weit über 50% liegen kann. Somit kann die Verfügbarkeit auf deutlich über 80% gesteigert werden. Projektziel ist hier, die Verfügbarkeit nachhaltig um >25% zu erhöhen.

Hierfür soll ein BZ-Omnibus angeschafft werden. Dieser Bus wird ein reguläres Linienfahrzeug ersetzen und somit täglich im Einsatz sein. Aufgrund der derzeitig hohen Investitionskosten von BZ-Fahrzeugen
hat Winzenhöler im Rahmen des NIP 2.0 erneut am 30.09.2016 beim BMBF einen Antrag zur Förderung des Einsatzes eines BZ-Omnibusses gestellt.

Dieser Antrag liegt dem Projektträger Jülich (ptj) zur Prüfung vor. Eine UIA wurde am 10.11.2016 durch das ptj ausgesprochen.